content top

Von Llucalcari bis Soller auf Mallorca

Auf Llucalcari treffen die gleichen Eigenschaften zu, die wir bereits Deià zugeschrieben haben. Die Häuschen des einstigen Landgutes runden das Landschaftsbild auf einzigartige Weise ab, so als seien sie extra für ein Guckkastenpanorama aufgestellt worden. Die Palmen verstärken noch das maurische Flair, das bereits aus dem Namen des Ortes hervorgeht

Llucalcari besitzt eine eigene Ästhetik, die sehr beliebt bei Malern und Bildhauern ist. Es sei daran erinnert, dass sich sogar Picasso eine Zeitlang auf einem der Gehöfte aufhielt.

Nach dieser Enklave erscheint vor dem reisenden Touristen das fruchtbare Tal von Sóller. Auch dieser Ortsname stammt, wie viele, aus dem Arabischen und bedeutet sehr bezeichnenderweise “Goldtal”.

Wie die alten Seeleute berichten, strömte in der Glanzzeit Sóllers der Duft der blühenden Orangenbäume bis auf hohe See hinaus. So ist es nicht verwunderlich, dass der Ort oft von Piraten heimgesucht wurde. Das Städtchen Iiegt am Fuße des Puig Major (1445 m) und war lange Zeit durch die natürliche Barriere des Gebirgszuges völlig vom Rest der Insel abgeschnitten. Der gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstandene Ort wurde Ende des 19. Jahrhunderts zu einer bedeutenden Stätte der Textilindustrie. Zum Teil wegen der Verbindungsgeschwindigkeiten mit dem Rest der Insel waren die Einwohner gezwungen, kaufmännische (und familiäre) Beziehungen übers Meer mit Frankreich zu knüpfen, die auch heute noch deutlich zu spüren sind. Im Ortskern befinden sich einige Gebäude, die noch von dem damaligen Wohlstand zeugen, wie z.B. ein im Jugendstil erbautes Haus, in dem eine Bankfiliale untergebracht ist. Eine Eisenbahnlinie verbindet Sóller mit Palma, und es wird empfohlen, mit der berühmten Straßenbahn nach Port de Sóller zu fahren. Die fast kreisrunde Bucht besitzt — als Ausnahme an dieser schroffen, unwegsamen Felsenküste — einen Sandstrand.

Keine Kommentare mehr möglich.